Start / Konzept

November Projekt Stuttgart
Eine private Initiative zur Bildung eines Generationen übergreifenden Lebensmodells

Wir haben ein Konzept. Wir haben ein Projekt. Wir haben ein Ziel.

Wir treffen uns jeden zweiten Donnerstag im Monat ab 19 Uhr im Atelier Michael Dirk, Rosenbergstr. 51A, 70176 Stuttgart.

Das Konzept
Wir sind eine Gruppe von Menschen, die Ihren Lebensabend selbstbestimmt in einer lockeren Wohngemeinschaft mit in sich abgeschlossenen Wohneinheiten verbringen möchte.
Dies bietet den Vorteil gegenseitiger Hilfe und viele Impulse in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht. Nach wie vor bietet das November Projekt auch die Vernetzung von dezentralen Einzelhaushalten. Ein Weg, der dem November Projekt am Herzen liegt, besteht darin, ein loses Netzwerk zwischen Menschen mit gleichen Interessen zu bilden. Diese Interessen bestehen darin, daß wir in einem Freundeskreis soziale, kulturelle und gesellschaftliche Kontakte pflegen, die uns mit zunehmendem Alter nicht vereinsamen lassen. Auf diese Weise entstehen immer neue Impulse in jedem Lebensalter.
Das November Projekt ist keine starre Einrichtung mit starren Regeln sondern versucht die individuelle Lebensweise seiner Mitglieder zusammenzuführen. Dabei ist es nützlich, wenn die Mitglieder des November Projekts nicht weit voneinander getrennt, bzw. unter einem gemeinsamen Dach leben um gegenseiteig mehr oder weniger Anteil aneinander zu nehmen.
Für Mitglieder, die mit zunehmendem Alter immer weniger in der Lage sein werden sich zu versorgen, wollen wir einen Service einrichten, der die Routinearbeiten des Tages erledigt. Dazu gehört Frühstück, Mittag- und Abendessen, putzen, waschen, einkaufen. Für die tägliche Körperpflege kann im Bedarfsfall eine geschulte Pflegekraft eingestellt werden. Dies wäre vor allem dann sinnvoll, wenn die Kosten von mehreren Mitgliedern geteilt werden können. Bei einem Wohnen unter einem Dach kann auch eine seperate Wohnung für eine Pflegekraft angemietet werden, bzw darin integriert ein Gästeappartement.
Je früher sich Menschen dafür entscheiden ihren Lebensweg im Alter zu gestalten, desto besser. Mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger sich für neue Wege zu öffnen.
Die Verschiedenartigkeit der Menschen lässt es erfahrungsgemäß nicht zu, daß wir alle Individuen auf unserem Weg mitnehmen. Wir wollen uns auf jene Menschen konzentrieren, die unsere gemeinsamen Interessen teilen und die für sich selbst erkannt haben, wie und in welcher Gemeinschaft sie leben wollen. Wir wollen mit dem November Projekt auch nicht ins Uferlose wachsen, was wiederum zur Folge hätte, daß wir zur selben anonymen Gesellschaft werden, wie sie uns ohnehin schon umgibt.
Möge die Vernunft dieses Experiment gelingen lassen.

Das Ziel:
Gemeinsames Ziel ist ein selbstbestimmtes Leben im Alter in einem Netzwerk der gegenseitigen Hilfe.
Wir sind offen für Menschen, die sich unabhängig von ihrem Alter Gedanken machen, wie sie Ihr Leben langfristig sinnvoll gestalten wollen.
Wir verfolgen weder religiöse noch politische Ziele.

Gemeinsam geht vieles besser.
In den eineinhalb Jahren bis zur Fertigstellung des Wohnobjekts werden wir zum gegenseitigen Kennenlernen genügend Gelegenheit finden. Es ist ein Anliegen des November-Projekts, daß die Menschen, die einmal unter einem Dach miteinander leben wollen, möglichst zueinander passen. Dabei gibt es natürlich unterschiedliche kulturelle, gesellschaftliche und soziale Interessen, die das Ganze beleben. Wir machen gemeinsame Feste, gehen miteinander essen, besuchen kulturelle Veranstaltungen und machen manchmal gemeinsam Urlaub oder Städtereisen. Die Ideen hierzu kommen meist von den Mitgliedern des November Projekts selbst. Die Teilnahme an all diesen Aktivitäten obliegt der Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen.
Keine starren Regeln.
Es gibt keine Regeln, außer den gesunden Menschenverstand. Jeder Mensch hat in sich ein natürliches Maß, mit dem er die guten Dinge erkennt und bewahrt. Das Gute ist das Schöne, sagte bereits Sokrates. Im Gegensatz dazu bedarf das Schlechte, das wir erkennen, einer positiven Wandlung. Auf unserem Lebensweg, vorbei an guten und schlechten Dingen, begleitet uns der Irrtum am beharrlichsten. Was dem Einen gut erscheint, erkennt ein Anderer vielleicht für sich als schlecht. Wo bleibt da das Maß der Dinge?
Deshalb wollen wir uns mit Menschen umgeben, die über eine positive Kritikfähigkeit verfügen, Menschen die lächeln können und Menschen die in maßvoller  Weise großzügig sind.

Zusammen gehalten wird alles vom Service.
Wo Menschen zusammen leben, muß es jemanden geben der nach dem Rechten sieht und der alles zusammen hält. Von alleine geht auch in der am besten selbstorganisierten Gruppe auf die Dauer gar nichts. Das zeigt die Lebenserfahrung. Deshalb wird es für das November Projekt einen fest angestellten Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin geben, die sich um die Mitglieder und den Service kümmert. Finanziert wird dies aus der Mitgliedspauschale und den Serviceangeboten.

Das Projekt:
Das Projekt befindet sich derzeit im Bau. Man darf davon ausgehen, das die Wohnungen ab 2016, voraussichtlich im Oktober, bezugsfertig sein werden.

Weitere Informationen unter Roter Stich